Die Drogeriekette ROSSMANN hat eine interne Datenanwendung namens „Chat with your Data“ in den Betrieb genommen, gebaut auf Databricks. Zuerst nutzt sie die Logistik: Mitarbeitende fragen in normaler Sprache nach Touren, Warenbewegungen und Filialversorgung und bekommen Antworten aus geprüften Datenbeständen, teils in Sekunden. Wer was sehen darf, hängt an den Berechtigungen der jeweiligen Datenprodukte. Einkauf, Marketing, Finanzen und Category Management sollen folgen, begleitet von einer internen Data Academy.
Shopify bietet mit Shop MCP eine Schnittstelle an, über die KI-Assistenten auf einen Katalog mit mehr als einer Milliarde Produktangeboten zugreifen. Sie basiert auf dem offenen Model Context Protocol und deckt mit 17 Funktionen Suche, Warenkorb, Checkout und Bestellstatus ab. Für die einfache Produktsuche brauchen Entwickler keinen eigenen API-Schlüssel. Bezahlt wird über Shop Pay, die Freigabe des Kaufs bleibt beim Kunden.
Das EHI Retail Institute hat für den KPMG Consumer Snapshot 500 Verbraucher online befragt. 46 Prozent haben im letzten Jahr häufig KI bei Kaufentscheidungen genutzt, 73 Prozent würden Produkte und Preise von einem KI-Agenten vergleichen lassen. Am Beispiel Smartphone sinkt die Bereitschaft von 72 Prozent bei der Recherche auf 45 Prozent beim Bezahlen. 79 Prozent wollen jederzeit eingreifen können. Händler-KI hat ein Vertrauensproblem: Nur 7 Prozent ziehen sie einer allgemeinen KI vor.
Das KI.NRW-Flagship-Projekt KI-Navi Handel gestaltet im Oktober 2026 drei Ausgaben der Reihe Digi.Dienstage der Digitalcoaches NRW beim Handelsverband NRW, jeweils dienstags von 9 bis 10 Uhr. Am 13.10. geht es um Erfahrungen aus Pilotprojekten, am 20.10. um automatisierte Backoffice-Abläufe mit n8n am Beispiel des Motorradreise-Anbieters Motorrad Wegner, am 27.10. um KI-Chatbots für die Kundenansprache und Videoanalyse zur Diebstahlprävention. Teilnahme kostenlos, online oder in Düsseldorf, Anmeldung erbeten.