KI·BeispieleNewsletter

Neu im Verzeichnis

Jeden Morgen sammeln wir neue Meldungen, prüfen sie und fassen sie in eigenen Worten zusammen.

15. Oktober 2026 · 7 Einträge

Praxisbeispiel · · ROSSMANN

ROSSMANN lässt Logistik-Teams Kennzahlen per KI-Chat auf Databricks abfragen

Die Drogeriekette ROSSMANN hat eine interne Datenanwendung namens „Chat with your Data“ in den Betrieb genommen, gebaut auf Databricks. Zuerst nutzt sie die Logistik: Mitarbeitende fragen in normaler Sprache nach Touren, Warenbewegungen und Filialversorgung und bekommen Antworten aus geprüften Datenbeständen, teils in Sekunden. Wer was sehen darf, hängt an den Berechtigungen der jeweiligen Datenprodukte. Einkauf, Marketing, Finanzen und Category Management sollen folgen, begleitet von einer internen Data Academy.

Quelle: Retail News

Studie / Zahlen · International · · Johns Hopkins University

Studie der Johns Hopkins University: Sprachmodelle antworten auf „weiblich“ formulierte Aufträge weniger formell

Markt und Mittelstand ordnet eine Untersuchung der Johns Hopkins University ein. Das Team stellte 427 englische Schreibaufträge für E-Mails, Bewerbungen und Kündigungen in je zwei Fassungen: mit Sprachmustern, die eher Frauen oder eher Männern zugeschrieben werden. GPT-4, Llama, Gemma und Mistral antworteten auf die weiblich geprägten Fassungen im Schnitt weniger formell und einfacher. Nachteile bei Einstellungen wurden nicht gemessen, und ob das auf Deutsch genauso gilt, ist offen.

Quelle: Markt und Mittelstand

Neues Tool · · Neura Robotics

Neura Robotics stellt eigenes Robotik-KI-Modell Neuron AI vor, trainiert in Deutschland

Neura Robotics aus Metzingen hat mit Neuron AI ein eigenes KI-Modell für seine Roboter vorgestellt. Es verarbeitet neben 3D-Bildern auch Tast- und Kraftdaten, Geräusche und Sprache und soll sich an Dinge erinnern, die aus dem Blickfeld verschwinden. Kunden sollen es über die Plattform Neuraverse auf eigene Aufgaben trainieren und Fähigkeiten an ganze Flotten verteilen können. Zu den Datenpartnern zählen laut Bericht Schaeffler und Bosch. Benchmark-Ergebnisse hat Neura noch nicht genannt.

Quelle: Trending Topics

Studie / Zahlen · · eco – Verband der Internetwirtschaft

eco-Umfrage: 54 Prozent der Unternehmen nutzen oder testen KI-Agenten, aber fast nie ganz autonom

Civey hat für den Internetverband eco 500 Unternehmen in Deutschland befragt. 25 Prozent setzen KI-Agenten in einzelnen Abteilungen ein, 11 Prozent flächendeckend, 18 Prozent testen sie. Freie Hand bekommen die Agenten kaum: 74 Prozent erlauben höchstens Zuarbeit oder Arbeit unter menschlicher Aufsicht, nur 5 Prozent vollständig autonome Entscheidungen. Als Schutz nennen 47 Prozent eine automatische Notabschaltung und 45 Prozent strikte Rollen und Rechte. Die Fehlermarge liegt bei rund 9 Prozentpunkten.

Quelle: eco – Verband der Internetwirtschaft

Neues Tool · International · · Shopify

Shopify öffnet Produktkatalog und Checkout für KI-Assistenten über „Shop MCP“

Shopify bietet mit Shop MCP eine Schnittstelle an, über die KI-Assistenten auf einen Katalog mit mehr als einer Milliarde Produktangeboten zugreifen. Sie basiert auf dem offenen Model Context Protocol und deckt mit 17 Funktionen Suche, Warenkorb, Checkout und Bestellstatus ab. Für die einfache Produktsuche brauchen Entwickler keinen eigenen API-Schlüssel. Bezahlt wird über Shop Pay, die Freigabe des Kaufs bleibt beim Kunden.

Quelle: Retail News

Studie / Zahlen · · EHI Retail Institute

EHI-Umfrage für KPMG: 73 Prozent würden KI-Agenten Preise vergleichen lassen, beim Bezahlen nur 45 Prozent

Das EHI Retail Institute hat für den KPMG Consumer Snapshot 500 Verbraucher online befragt. 46 Prozent haben im letzten Jahr häufig KI bei Kaufentscheidungen genutzt, 73 Prozent würden Produkte und Preise von einem KI-Agenten vergleichen lassen. Am Beispiel Smartphone sinkt die Bereitschaft von 72 Prozent bei der Recherche auf 45 Prozent beim Bezahlen. 79 Prozent wollen jederzeit eingreifen können. Händler-KI hat ein Vertrauensproblem: Nur 7 Prozent ziehen sie einer allgemeinen KI vor.

Quelle: EHI Retail Institute

Termin · · Mittelstand-Digital Zentrum Saarbrücken

Digitalzentrum Saarbrücken: kostenlose Online-Reihe „KI anwenden“ für KMU startet am 27. Oktober

Das Mittelstand-Digital Zentrum Saarbrücken bietet eine fünfteilige Online-Reihe zum KI-Einstieg für kleine und mittlere Unternehmen an. Der erste Termin am 27. Oktober 2026 von 13 bis 14 Uhr erklärt Grundlagen wie maschinelles Lernen und die Rolle von Daten und zeigt ein Praxisbeispiel mit Sensordaten. Die Teilnahme ist kostenlos, Vorkenntnisse sind nicht nötig. Später geht es um technische Voraussetzungen, souveränen Einsatz und Anwendungsbeispiele.

Quelle: Mittelstand-Digital Zentrum Saarbrücken

14. Oktober 2026 · 27 Einträge

Studie / Zahlen · · Netzwoche

Netzwoche-Studie: Fachkräftemangel bremst Schweizer Firmen beim Schritt vom KI-Pilot in den Betrieb

In einer Studie der Netzwoche zum Schweizer KI-Markt nennen fast sechs von zehn befragten Unternehmen fehlende KI-Fachkräfte als größtes Hindernis, um Pilotprojekte in den Regelbetrieb zu bringen. 47 Prozent sehen Datenschutz und Compliance, etwa das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz und den EU AI Act, als Hürde, 43 Prozent hohe Kosten für Lizenzen und GPU-Ressourcen in der Cloud. Hinzu kommen Datensilos, mangelnde Datenqualität und fehlende Data Governance sowie Vorbehalte von Beschäftigten.

Quelle: Netzwoche

Neues Tool · · Mistral AI

Mistral AI eröffnet Münchner Standort für KI-Simulationen in der Industrie

Mistral AI hat in München einen Standort eröffnet, an dem Teams an Physics AI und Industrial AI arbeiten und Unternehmenskunden direkt betreuen. Gemeint sind Modelle, die Strömungen, Verformung, Wärme und mechanische Belastung berechnen, wofür klassische Simulationen pro Lauf Tage brauchen können. Das Wissen stammt aus dem im Mai übernommenen Emmi AI. Partner sind BMW bei Crash-Simulationen, Siemens Energy sowie die TU München, mit der digitale Zwillinge für Fahrzeugaerodynamik entstehen sollen.

Quelle: BigData-Insider

Studie / Zahlen ·

KI-Berater: Im Mittelstand bringt KI in Auftragsbearbeitung und Rechnungseingang am meisten

Der KI-Berater David C. Snaphaan sieht den größten Nutzen von KI im Mittelstand im Backoffice, nicht im Marketing: In neun von zehn begleiteten Betrieben lag das rentabelste Vorhaben in Auftragserfassung oder Rechnungseingang. Er stützt sich auch auf den MIT-Report „The GenAI Divide“, wonach Budgets meist in Vertrieb und Marketing fließen, obwohl Backoffice-Automatisierung oft mehr bringt. Hürden seien schlechte Stammdaten und geringe Fallzahlen: 20 Bestellungen am Tag lohnen die KI-Vorerfassung kaum, mehrere hundert eher.

Quelle: it-daily.net

Neues Tool · · Drivelock

Drivelock will KI-Agenten auf Endgeräten per Application Control begrenzen

Drivelock zeigt auf der it-sa (27. bis 29. Oktober, Halle 9, Stand 340), wie Allowlisting und Application Control einschränken, worauf autonome KI-Agenten auf Endgeräten zugreifen. Hintergrund: Solche Agenten laufen mit den Rechten des angemeldeten Nutzers. Die Hypersecure-Plattform lässt sich künftig wahlweise im eigenen Rechenzentrum, in Microsoft Azure oder in einer souveränen Cloud auf Basis von Stackit betreiben. Der Datenraum-Dienst Idgard läuft nun als Drivelock Idgard und wird in die Plattform integriert.

Quelle: IT-BUSINESS

Neues Tool · · Elovade

Distributor Elovade bietet IT-Dienstleistern KI-Governance-Lösungen für Managed AI Services

Der Distributor Elovade hat eine europaweite Kategorie KI-Technologien gestartet, mit der Managed Service Provider standardisierte KI-Dienste für ihre Kunden aufbauen sollen. Startpartner sind Nexos.ai, das laut Hersteller über 200 KI-Modelle bündelt und Zugriff, Nutzung und Kosten zentral steuert, sowie Rencore, das Ressourcen, Zugriffe und Risiken in Microsoft 365, Power Platform, Copilot und KI-Agenten sichtbar machen soll. Zum Start deckt das Angebot unter anderem die DACH-Region ab.

Quelle: IT-BUSINESS

Neues Tool · International · · Thales

Thales und Google Cloud wollen KI-Agenten in Gemini Enterprise in Echtzeit überwachen

Thales bindet seine AI Security Fabric an Google Cloud Gemini Enterprise an. Damit sollen alle Interaktionen zwischen Nutzern, Agenten, Modellen und Werkzeugen laufend kontrolliert werden: Datenzugriffe von Agenten begrenzen, nicht erlaubte Aktionen sofort blockieren, Richtlinien durchsetzen. Als Risiken nennen die Partner Prompt Injection, Datenabfluss, unsichere Ausgaben und Agent-zu-Agent-Kommunikation. Beispiel: Ein Agent für Versicherungsschäden könnte personenbezogene Daten aus nicht freigegebenen Quellen heranziehen. Preise und Verfügbarkeit nennt der Bericht nicht.

Quelle: IT-BUSINESS

Studie / Zahlen · International · · Omdia

Omdia-Analyse: Fast jeder dritte Anbieter souveräner KI kann sein Versprechen nicht belegen

Das Marktforschungsunternehmen Omdia hat AGB, SLAs, Auftragsverarbeitungsverträge und Zertifikate von 35 Anbietern souveräner KI geprüft. 28 Prozent lieferten keinerlei Nachweise für ihre Souveränitätsversprechen, manche verlangen von Kunden sogar Geld für entsprechende Audits. In acht von zehn Verträgen schließen Anbieter die Verantwortung für Netzausfälle aus. Die meisten konzentrieren sich auf den Datenstandort und schneiden bei technischer und rechtlicher Unabhängigkeit schwach. KMU sind laut Omdia am stärksten gefährdet, weil ihnen Ressourcen zur Prüfung fehlen.

Quelle: Netzwoche

Studie / Zahlen · International · · Gartner

Gartner-Umfrage: 41 Prozent der Sicherheitschefs erlebten Deepfake-Angriffe per Telefon

Gartner hat von März bis Mai 2026 insgesamt 297 Verantwortliche für Cybersicherheit befragt. 41 Prozent meldeten in den letzten zwölf Monaten mindestens einen Social-Engineering-Vorfall mit einer gefälschten Stimme in einem Anruf bei Beschäftigten, 36 Prozent einen mit gefälschtem Video. Phishing per E-Mail betraf 79 Prozent, Angriffe per Telefon oder SMS 58 Prozent. Laut Gartner macht KI solche Angriffe zahlreicher, persönlicher und glaubwürdiger, bekannte Warnsignale verlieren an Verlässlichkeit.

Quelle: Security-Insider

Neues Tool · International · · Eset

Eset ergänzt Protect-Plattform um Prüfung und Überwachung von KI-Agenten

Eset führt in seiner Protect-Plattform eine neue KI-Sicherheitsebene ein. LiveCortex verknüpft Sicherheitsereignisse zu priorisierten Vorfällen, LiveAI löst den bisherigen AI Advisor ab und soll mehrstufige Aufgaben regelbasiert automatisieren. Neu ist AI Security: Es prüft, welche Skills, Skripte und externen URLs ein Agent nutzt, und überwacht freigegebene Agenten zur Laufzeit nach festgelegten Regeln. Eset hat nach eigenen Angaben über 900.000 Agenten-Skills untersucht und will ab 2026 zusätzlich 40 Millionen Euro in KI investieren.

Quelle: Security-Insider

Neues Tool · International · · AMD

AMD bringt KI-Agenten Ross für FPGA- und Embedded-Entwicklung

AMD hat mit Ross einen agentischen Assistenten für die Embedded-Entwicklung veröffentlicht, von Architektur über FPGA-Design bis Debugging. Ross nutzt frei wählbare Sprachmodelle, bindet Vivado und Vitis HLS über MCP an und greift auf eine Wissensbasis aus AMD- und Xilinx-Dokumentation zu; eigene Skills und lokale, abgeschottete Installationen sind möglich. In einem internen AMD-Test entstand eine Bildverarbeitungs-Pipeline in rund zwei Stunden statt etwa zwei Tagen manueller Arbeit und mit etwa 35 Prozent weniger Logikressourcen.

Quelle: BigData-Insider

Praxisbeispiel · · Volkswagen Nutzfahrzeuge, SYNAOS

VW Nutzfahrzeuge steuert über 125 Transportroboter zweier Hersteller mit einer Plattform

Im Werk Hannover von Volkswagen Nutzfahrzeuge koordiniert die Plattform von SYNAOS mehr als 125 fahrerlose Transportfahrzeuge zweier Hersteller aus einer gemeinsamen Leitstelle. Die Software leitet Transportaufträge aus Produktions-, Lager- und ERP-Daten ab, teilt sie dem passenden Fahrzeug zu und plant die Wege in Echtzeit. Verlaufsdaten werden mit Machine Learning ausgewertet. Laut dem Beitrag von AWS und SYNAOS erledigt die Flotte täglich über 2.500 Transporte.

Quelle: AWS for Industries (Blog)

Studie / Zahlen · International · · Pax8

Pax8-Umfrage: Jedes zweite KI-nutzende KMU baut eigene Lösungen, nur jedes dritte prüft sie formal

Der IT-Distributor Pax8 hat für seinen Quartalsreport 1.150 Führungskräfte aus Firmen mit 5 bis 499 Beschäftigten befragt, davon 200 in Deutschland. 52 Prozent der KI-nutzenden Betriebe setzen mindestens eine selbst gebaute KI-Lösung regelmäßig ein, 43 Prozent testen Agenten. Formal geprüft wird Eigenentwickeltes in Deutschland aber nur bei 32 Prozent. 19 Prozent entdeckten nicht genehmigte KI-Tools, ein Drittel erhielt eine unerwartet hohe KI-Rechnung, und 41 Prozent der Entscheider korrigieren pro Woche mindestens drei Stunden lang KI-Ergebnisse.

Quelle: IT-BUSINESS

Termin · · Wirtschaftsförderung Gelsenkirchen

Zukunftskongress Gelsenkirchen am 9. November: Reallabore zu KI in Verwaltung, Industrie und Logistik

Die Wirtschaftsförderung Gelsenkirchen lädt am 9. November 2026 von 9 bis 17 Uhr in den Wissenschaftspark Gelsenkirchen zum Zukunftskongress »KI konkret«, Teil der KI Biennale 2026. KI.NRW-Geschäftsführer Christian Temath hält die Keynote zu KI im Mittelstand. Nachmittags laufen drei Reallabore zu Stadt und Verwaltung, Industrie und Logistik sowie zum Menschen im Mittelpunkt; ein Marktplatz informiert über Projekte und Fördermöglichkeiten. Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung über die Stadt.

Quelle: KI.NRW

Recht & Regeln ·

KI-Verordnung: Digital-Omnibus verschiebt Hochrisiko-Pflichten auf Dezember 2027 und August 2028

Mit der Änderungsverordnung (EU) 2026/1744, in Kraft seit 27. Juli 2026, gelten die Pflichten für KI-Systeme, die nach Anhang III der KI-Verordnung als hochriskant gelten, etwa in Personalwesen, Kreditprüfung, Bildung und kritischer Infrastruktur, erst ab 2. Dezember 2027. Für Hochrisiko-KI nach Anhang I, etwa als Sicherheitsbauteil in Maschinen oder Medizinprodukten, gilt der 2. August 2028. Beide Termine stehen fest. Zudem wird der Begriff des Sicherheitsbauteils enger gefasst. Die Qualitätsvorgaben aus Artikel 10 für Trainings-, Validierungs- und Testdaten bleiben bestehen.

Quelle: BigData-Insider

Praxisbeispiel · · CityLAB Berlin

Berliner Verwaltungs-KI BärGPT belegt zweiten Platz beim European Public Sector Award

BärGPT, der KI-Assistent für die Berliner Verwaltung, hat beim European Public Sector Award 2025/26 den zweiten Platz in der Kategorie für nutzerorientierte Dienste auf regionaler und kommunaler Ebene erreicht. Vorgestellt wurde das Projekt vom CityLAB Berlin. Das European Institute of Public Administration vergab die Preise am 24. September in Maastricht; insgesamt waren 134 Projekte aus 30 Ländern eingereicht worden.

Quelle: eGovernment

Neues Tool · · All for One Group

All for One bringt zehn KI-Agenten für SAP-Prozesse in Einkauf, Finanzen, Vertrieb und HR

Der SAP-Dienstleister All for One Group hat zehn KI-Agenten für Sales und Service, Einkauf, Finanzen und Personal vorgestellt, entstanden in rund drei Monaten aus über 200 geprüften Ideen. Der „Cash Commander“ verknüpft Vertriebs-, Forderungs- und Liquiditätsdaten und schlägt Maßnahmen vor; ein Einkaufsagent verhandelt Kleinbeträge mit Lieferanten innerhalb fester Regeln und überträgt Ergebnisse in SAP. Eine „Agentic Factory“ soll pro Woche ein bis zwei weitere Agenten liefern.

Quelle: BigData-Insider

Neues Tool · · NTT Data

NTT Data eröffnet in München AI Factory zum Test von KI-Piloten unter Produktionsbedingungen

Der IT-Dienstleister NTT Data hat in München eine AI Factory eröffnet, die im laufenden Rechenzentrum »München 2« von NTT Global Data Centers untergebracht ist. Unternehmen können dort ihre KI-Anwendungen unter realistischen Bedingungen auf Infrastruktur, Sicherheit, Daten, Governance und Betrieb prüfen. Benchmarks und Kostenmodelle sollen bei der Entscheidung helfen, ob und wie ein Pilot skaliert wird. Hintergrund: Viele KI-Projekte scheitern beim Übergang in den Regelbetrieb an Integration und Betriebsfragen.

Quelle: IT-BUSINESS

Neues Tool · · n8n

n8n stellt Agententyp vor, der Aufgaben aus Beschreibungen in normaler Sprache selbst plant

Das Open-Source-Automatisierungswerkzeug n8n bietet als Preview einen neuen Agententyp: Nutzer beschreiben das Ziel in Alltagssprache, weisen ein Sprachmodell sowie Workflows, Integrationen und MCP-Server zu, und der Agent legt die Schrittfolge selbst fest. Gestartet wird etwa über Slack, Telegram oder zeitgesteuert. Heikle Werkzeuge lassen sich so markieren, dass ein Mensch jede Aktion freigeben muss. Verfügbar ist die Preview in n8n Cloud und selbst gehostet ab Version 2.32.3.

Quelle: BigData-Insider

Neues Tool · · Hornetsecurity

Hornetsecurity zeigt KI-Assistenten und Freigabe-Prüfung für Microsoft 365 auf der it-sa

Hornetsecurity by Proofpoint stellt auf der it-sa 2026 in Nürnberg (27. bis 29. Oktober) neue Funktionen für Microsoft 365 vor. „Tenant Risk Exposure“ zeigt ab Herbst 2026 riskante Freigaben wie anonyme Zugriffe, inaktive Gäste oder verwaiste Konten. Der KI-Assistent AI.MY fragt nach Awareness-Schulungen in Teams Wissen ab, ein dialogbasierter Agent hilft Admins bei Einrichtung und Betrieb. Begründet wird das Paket damit, dass zu weite Berechtigungen mit KI-Einsatz riskanter werden.

Quelle: IT-BUSINESS

Termin · · KI.NRW / Fraunhofer IAIS

Projekt ZERTIFIZIERTE KI stellt am 7. Dezember in Bonn Ergebnisse zur Umsetzung des AI Act vor

Das KI.NRW-Flagship-Projekt ZERTIFIZIERTE KI präsentiert am 7. Dezember 2026 im Deutschen Museum Bonn seine Abschlussergebnisse unter dem Motto »Building trustworthy AI«. Partner sind Fraunhofer IAIS, die Universitäten Bonn und Köln, die RWTH Aachen und DIN. Geplant sind Vorführungen von Prüfwerkzeugen sowie Vorträge und Panels zu AI-Act-Anforderungen, Normung, Rechtsfragen und dem Konformitätsnachweis von KI-Systemen. Die Teilnahme ist kostenlos, die Plätze sind begrenzt.

Quelle: KI.NRW

Termin · · KI-Navi Handel / Handelsverband NRW

KI-Navi Handel zeigt Händlern in hybriden Kurz-Sessions KI-Praxis von n8n bis Videoanalyse

Das KI.NRW-Flagship-Projekt KI-Navi Handel gestaltet im Oktober 2026 drei Ausgaben der Reihe Digi.Dienstage der Digitalcoaches NRW beim Handelsverband NRW, jeweils dienstags von 9 bis 10 Uhr. Am 13.10. geht es um Erfahrungen aus Pilotprojekten, am 20.10. um automatisierte Backoffice-Abläufe mit n8n am Beispiel des Motorradreise-Anbieters Motorrad Wegner, am 27.10. um KI-Chatbots für die Kundenansprache und Videoanalyse zur Diebstahlprävention. Teilnahme kostenlos, online oder in Düsseldorf, Anmeldung erbeten.

Quelle: KI.NRW

Neues Tool · · Aleph Alpha

Aleph Alpha veröffentlicht Kolibri, ein auf Deutsch zugeschnittenes Sprachmodell für eigenen Betrieb

Das Heidelberger KI-Unternehmen Aleph Alpha hat am 3. Oktober 2026 das Sprachmodell Kolibri veröffentlicht. Es verarbeitet deutsche und englische Eingaben, ist auf deutschsprachige Anwendungen ausgerichtet und soll auf der Infrastruktur der Kunden laufen. Zielgruppe sind Behörden und Industrieunternehmen. Modell, Lizenzbedingungen und Dokumentation stehen auf Hugging Face bereit; laut Hersteller wurde es in Europa entwickelt und trainiert, die Herkunft der Daten ist dokumentiert.

Quelle: eGovernment

Neues Tool · International · · Infobip

Infobip AgentOS verteilt Kundenanfragen zwischen Bot, KI-Agent und Mitarbeitenden

Infobip bündelt mit AgentOS Kanäle wie WhatsApp, SMS, E-Mail, Webchat und Telefon mit Kundendaten aus CRM, ERP und Shop. Ein Orchestrator erkennt das Anliegen: einfache Fälle wie Passwort-Resets gehen an einen regelbasierten Bot, mehrstufige wie Erstattungen an einen KI-Agenten, heikle an einen Menschen mit KI-Zusammenfassung. Die Agenten antworten per RAG nur aus freigegebenen Inhalten. Laut einer Infobip-Fallstudie stieg beim Geschenkhändler Floward die automatisch gelöste Quote von 64 auf 81 Prozent, die Servicekosten sanken um 15 Prozent.

Quelle: BigData-Insider

Studie / Zahlen · · MUUUH!

Voice-Studie: Hälfte der Deutschen erlebt Telefon-Sprachassistenten als Hürde

Für die MUUUH! Voice Studie 2026 befragte YouGov im Januar 2.116 Erwachsene. Die Hälfte empfindet Sprachassistenten am Telefon als Blockade, zugleich können sich 71 Prozent vorstellen, einen KI-Telefonagenten für bestimmte Aufgaben zu nutzen. Markt und Mittelstand nennt Anbieter wie Parloa, Sipgate mit „sona“ und VITAS und rät Mittelständlern, mit einer eng umrissenen Aufgabe zu starten, eine einfache Übergabe an Mitarbeitende einzubauen und Lösungsquote, Rückrufe sowie Gesamtkosten zu messen.

Quelle: Markt und Mittelstand

Neues Tool · · Fraunhofer IAO

Fraunhofer IAO bietet Behörden KI-Tool NAVA, das Personendaten vor dem Sprachmodell verbirgt

Das Fraunhofer IAO hat mit NAVA ein webbasiertes KI-Werkzeug für Verwaltungsabläufe wie Bescheinigungen, Standardschreiben und Anfragen entwickelt. Es ersetzt sensible Angaben vor der Verarbeitung durch Platzhalter, sodass das Sprachmodell nur pseudonymisierte Texte sieht, und setzt die Originaldaten danach wieder ein. NAVA läuft auf eigener Infrastruktur. Zugang gibt es über den NAVA-Club für rund 24.000 Euro im Jahr, gedacht für Behörden, Hochschulen und KRITIS-Betreiber. Parallel erforscht das Fraunhofer IESE im Projekt ddpp zentral verwaltbare Datenschutzpräferenzen.

Quelle: eGovernment

Neues Tool · International · · Extreme Networks

Extreme Networks gibt Netzwerk-Kunden KI-Agenten für Fehlersuche ohne Aufpreis

Extreme Networks stellt Agent ONE Coworker vor, einen KI-Agenten für den Betrieb von Unternehmensnetzen. Er wertet Echtzeit- und historische Netzdaten aus, meldet über die Funktion Nudge Abweichungen frühzeitig, analysiert WLAN-Funkverhalten, erstellt Dashboards und schlägt Lösungen bei Störungen vor; ungelöste Fälle gehen an den Herstellersupport. Der Agent ist Teil von Extreme Platform ONE und für Kunden mit bestehendem Abo ab sofort ohne Zusatzkosten verfügbar. Laut Hersteller behalten Administratoren die Kontrolle.

Quelle: BigData-Insider

Studie / Zahlen · International · · Cloudian

Cloudian-Studie: Viele Unternehmen holen KI-Anwendungen aus der Public Cloud zurück

Laut der „Enterprise AI Infrastructure Survey 2026“ des Speicheranbieters Cloudian haben 79 Prozent der befragten Unternehmen KI-Anwendungen bereits aus der Public Cloud auf eigene Systeme verlagert, inklusive Planungen sind es 93 Prozent. 86 Prozent rechnen mit wachsenden KI-Budgets. Als Gründe gelten schwer kalkulierbare Cloud-Kosten, kurze Antwortzeiten und regulatorische Vorgaben. Der deutsche Speicherhersteller FAST LTA wirbt passend dazu für lokal betriebene KI-Assistenten, die an Microsoft 365, SharePoint oder Fileserver angebunden werden.

Quelle: DataCenter-Insider