Neura Robotics aus Metzingen hat mit Neuron AI ein eigenes KI-Modell für seine Roboter vorgestellt. Es verarbeitet neben 3D-Bildern auch Tast- und Kraftdaten, Geräusche und Sprache und soll sich an Dinge erinnern, die aus dem Blickfeld verschwinden. Kunden sollen es über die Plattform Neuraverse auf eigene Aufgaben trainieren und Fähigkeiten an ganze Flotten verteilen können. Zu den Datenpartnern zählen laut Bericht Schaeffler und Bosch. Benchmark-Ergebnisse hat Neura noch nicht genannt.
Mistral AI hat in München einen Standort eröffnet, an dem Teams an Physics AI und Industrial AI arbeiten und Unternehmenskunden direkt betreuen. Gemeint sind Modelle, die Strömungen, Verformung, Wärme und mechanische Belastung berechnen, wofür klassische Simulationen pro Lauf Tage brauchen können. Das Wissen stammt aus dem im Mai übernommenen Emmi AI. Partner sind BMW bei Crash-Simulationen, Siemens Energy sowie die TU München, mit der digitale Zwillinge für Fahrzeugaerodynamik entstehen sollen.
AMD hat mit Ross einen agentischen Assistenten für die Embedded-Entwicklung veröffentlicht, von Architektur über FPGA-Design bis Debugging. Ross nutzt frei wählbare Sprachmodelle, bindet Vivado und Vitis HLS über MCP an und greift auf eine Wissensbasis aus AMD- und Xilinx-Dokumentation zu; eigene Skills und lokale, abgeschottete Installationen sind möglich. In einem internen AMD-Test entstand eine Bildverarbeitungs-Pipeline in rund zwei Stunden statt etwa zwei Tagen manueller Arbeit und mit etwa 35 Prozent weniger Logikressourcen.
Im Werk Hannover von Volkswagen Nutzfahrzeuge koordiniert die Plattform von SYNAOS mehr als 125 fahrerlose Transportfahrzeuge zweier Hersteller aus einer gemeinsamen Leitstelle. Die Software leitet Transportaufträge aus Produktions-, Lager- und ERP-Daten ab, teilt sie dem passenden Fahrzeug zu und plant die Wege in Echtzeit. Verlaufsdaten werden mit Machine Learning ausgewertet. Laut dem Beitrag von AWS und SYNAOS erledigt die Flotte täglich über 2.500 Transporte.
Das Heidelberger KI-Unternehmen Aleph Alpha hat am 3. Oktober 2026 das Sprachmodell Kolibri veröffentlicht. Es verarbeitet deutsche und englische Eingaben, ist auf deutschsprachige Anwendungen ausgerichtet und soll auf der Infrastruktur der Kunden laufen. Zielgruppe sind Behörden und Industrieunternehmen. Modell, Lizenzbedingungen und Dokumentation stehen auf Hugging Face bereit; laut Hersteller wurde es in Europa entwickelt und trainiert, die Herkunft der Daten ist dokumentiert.