Die Drogeriekette ROSSMANN hat eine interne Datenanwendung namens „Chat with your Data“ in den Betrieb genommen, gebaut auf Databricks. Zuerst nutzt sie die Logistik: Mitarbeitende fragen in normaler Sprache nach Touren, Warenbewegungen und Filialversorgung und bekommen Antworten aus geprüften Datenbeständen, teils in Sekunden. Wer was sehen darf, hängt an den Berechtigungen der jeweiligen Datenprodukte. Einkauf, Marketing, Finanzen und Category Management sollen folgen, begleitet von einer internen Data Academy.
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Studie / Zahlen · · eco – Verband der Internetwirtschaft
Civey hat für den Internetverband eco 500 Unternehmen in Deutschland befragt. 25 Prozent setzen KI-Agenten in einzelnen Abteilungen ein, 11 Prozent flächendeckend, 18 Prozent testen sie. Freie Hand bekommen die Agenten kaum: 74 Prozent erlauben höchstens Zuarbeit oder Arbeit unter menschlicher Aufsicht, nur 5 Prozent vollständig autonome Entscheidungen. Als Schutz nennen 47 Prozent eine automatische Notabschaltung und 45 Prozent strikte Rollen und Rechte. Die Fehlermarge liegt bei rund 9 Prozentpunkten.
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In einer Studie der Netzwoche zum Schweizer KI-Markt nennen fast sechs von zehn befragten Unternehmen fehlende KI-Fachkräfte als größtes Hindernis, um Pilotprojekte in den Regelbetrieb zu bringen. 47 Prozent sehen Datenschutz und Compliance, etwa das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz und den EU AI Act, als Hürde, 43 Prozent hohe Kosten für Lizenzen und GPU-Ressourcen in der Cloud. Hinzu kommen Datensilos, mangelnde Datenqualität und fehlende Data Governance sowie Vorbehalte von Beschäftigten.
Drivelock zeigt auf der it-sa (27. bis 29. Oktober, Halle 9, Stand 340), wie Allowlisting und Application Control einschränken, worauf autonome KI-Agenten auf Endgeräten zugreifen. Hintergrund: Solche Agenten laufen mit den Rechten des angemeldeten Nutzers. Die Hypersecure-Plattform lässt sich künftig wahlweise im eigenen Rechenzentrum, in Microsoft Azure oder in einer souveränen Cloud auf Basis von Stackit betreiben. Der Datenraum-Dienst Idgard läuft nun als Drivelock Idgard und wird in die Plattform integriert.
Der Distributor Elovade hat eine europaweite Kategorie KI-Technologien gestartet, mit der Managed Service Provider standardisierte KI-Dienste für ihre Kunden aufbauen sollen. Startpartner sind Nexos.ai, das laut Hersteller über 200 KI-Modelle bündelt und Zugriff, Nutzung und Kosten zentral steuert, sowie Rencore, das Ressourcen, Zugriffe und Risiken in Microsoft 365, Power Platform, Copilot und KI-Agenten sichtbar machen soll. Zum Start deckt das Angebot unter anderem die DACH-Region ab.
Thales bindet seine AI Security Fabric an Google Cloud Gemini Enterprise an. Damit sollen alle Interaktionen zwischen Nutzern, Agenten, Modellen und Werkzeugen laufend kontrolliert werden: Datenzugriffe von Agenten begrenzen, nicht erlaubte Aktionen sofort blockieren, Richtlinien durchsetzen. Als Risiken nennen die Partner Prompt Injection, Datenabfluss, unsichere Ausgaben und Agent-zu-Agent-Kommunikation. Beispiel: Ein Agent für Versicherungsschäden könnte personenbezogene Daten aus nicht freigegebenen Quellen heranziehen. Preise und Verfügbarkeit nennt der Bericht nicht.
Das Marktforschungsunternehmen Omdia hat AGB, SLAs, Auftragsverarbeitungsverträge und Zertifikate von 35 Anbietern souveräner KI geprüft. 28 Prozent lieferten keinerlei Nachweise für ihre Souveränitätsversprechen, manche verlangen von Kunden sogar Geld für entsprechende Audits. In acht von zehn Verträgen schließen Anbieter die Verantwortung für Netzausfälle aus. Die meisten konzentrieren sich auf den Datenstandort und schneiden bei technischer und rechtlicher Unabhängigkeit schwach. KMU sind laut Omdia am stärksten gefährdet, weil ihnen Ressourcen zur Prüfung fehlen.
Gartner hat von März bis Mai 2026 insgesamt 297 Verantwortliche für Cybersicherheit befragt. 41 Prozent meldeten in den letzten zwölf Monaten mindestens einen Social-Engineering-Vorfall mit einer gefälschten Stimme in einem Anruf bei Beschäftigten, 36 Prozent einen mit gefälschtem Video. Phishing per E-Mail betraf 79 Prozent, Angriffe per Telefon oder SMS 58 Prozent. Laut Gartner macht KI solche Angriffe zahlreicher, persönlicher und glaubwürdiger, bekannte Warnsignale verlieren an Verlässlichkeit.
Eset führt in seiner Protect-Plattform eine neue KI-Sicherheitsebene ein. LiveCortex verknüpft Sicherheitsereignisse zu priorisierten Vorfällen, LiveAI löst den bisherigen AI Advisor ab und soll mehrstufige Aufgaben regelbasiert automatisieren. Neu ist AI Security: Es prüft, welche Skills, Skripte und externen URLs ein Agent nutzt, und überwacht freigegebene Agenten zur Laufzeit nach festgelegten Regeln. Eset hat nach eigenen Angaben über 900.000 Agenten-Skills untersucht und will ab 2026 zusätzlich 40 Millionen Euro in KI investieren.
Der IT-Distributor Pax8 hat für seinen Quartalsreport 1.150 Führungskräfte aus Firmen mit 5 bis 499 Beschäftigten befragt, davon 200 in Deutschland. 52 Prozent der KI-nutzenden Betriebe setzen mindestens eine selbst gebaute KI-Lösung regelmäßig ein, 43 Prozent testen Agenten. Formal geprüft wird Eigenentwickeltes in Deutschland aber nur bei 32 Prozent. 19 Prozent entdeckten nicht genehmigte KI-Tools, ein Drittel erhielt eine unerwartet hohe KI-Rechnung, und 41 Prozent der Entscheider korrigieren pro Woche mindestens drei Stunden lang KI-Ergebnisse.
Der IT-Dienstleister NTT Data hat in München eine AI Factory eröffnet, die im laufenden Rechenzentrum »München 2« von NTT Global Data Centers untergebracht ist. Unternehmen können dort ihre KI-Anwendungen unter realistischen Bedingungen auf Infrastruktur, Sicherheit, Daten, Governance und Betrieb prüfen. Benchmarks und Kostenmodelle sollen bei der Entscheidung helfen, ob und wie ein Pilot skaliert wird. Hintergrund: Viele KI-Projekte scheitern beim Übergang in den Regelbetrieb an Integration und Betriebsfragen.
Das Open-Source-Automatisierungswerkzeug n8n bietet als Preview einen neuen Agententyp: Nutzer beschreiben das Ziel in Alltagssprache, weisen ein Sprachmodell sowie Workflows, Integrationen und MCP-Server zu, und der Agent legt die Schrittfolge selbst fest. Gestartet wird etwa über Slack, Telegram oder zeitgesteuert. Heikle Werkzeuge lassen sich so markieren, dass ein Mensch jede Aktion freigeben muss. Verfügbar ist die Preview in n8n Cloud und selbst gehostet ab Version 2.32.3.
Hornetsecurity by Proofpoint stellt auf der it-sa 2026 in Nürnberg (27. bis 29. Oktober) neue Funktionen für Microsoft 365 vor. „Tenant Risk Exposure“ zeigt ab Herbst 2026 riskante Freigaben wie anonyme Zugriffe, inaktive Gäste oder verwaiste Konten. Der KI-Assistent AI.MY fragt nach Awareness-Schulungen in Teams Wissen ab, ein dialogbasierter Agent hilft Admins bei Einrichtung und Betrieb. Begründet wird das Paket damit, dass zu weite Berechtigungen mit KI-Einsatz riskanter werden.
Das KI.NRW-Flagship-Projekt ZERTIFIZIERTE KI präsentiert am 7. Dezember 2026 im Deutschen Museum Bonn seine Abschlussergebnisse unter dem Motto »Building trustworthy AI«. Partner sind Fraunhofer IAIS, die Universitäten Bonn und Köln, die RWTH Aachen und DIN. Geplant sind Vorführungen von Prüfwerkzeugen sowie Vorträge und Panels zu AI-Act-Anforderungen, Normung, Rechtsfragen und dem Konformitätsnachweis von KI-Systemen. Die Teilnahme ist kostenlos, die Plätze sind begrenzt.
Das Heidelberger KI-Unternehmen Aleph Alpha hat am 3. Oktober 2026 das Sprachmodell Kolibri veröffentlicht. Es verarbeitet deutsche und englische Eingaben, ist auf deutschsprachige Anwendungen ausgerichtet und soll auf der Infrastruktur der Kunden laufen. Zielgruppe sind Behörden und Industrieunternehmen. Modell, Lizenzbedingungen und Dokumentation stehen auf Hugging Face bereit; laut Hersteller wurde es in Europa entwickelt und trainiert, die Herkunft der Daten ist dokumentiert.
Extreme Networks stellt Agent ONE Coworker vor, einen KI-Agenten für den Betrieb von Unternehmensnetzen. Er wertet Echtzeit- und historische Netzdaten aus, meldet über die Funktion Nudge Abweichungen frühzeitig, analysiert WLAN-Funkverhalten, erstellt Dashboards und schlägt Lösungen bei Störungen vor; ungelöste Fälle gehen an den Herstellersupport. Der Agent ist Teil von Extreme Platform ONE und für Kunden mit bestehendem Abo ab sofort ohne Zusatzkosten verfügbar. Laut Hersteller behalten Administratoren die Kontrolle.
Laut der „Enterprise AI Infrastructure Survey 2026“ des Speicheranbieters Cloudian haben 79 Prozent der befragten Unternehmen KI-Anwendungen bereits aus der Public Cloud auf eigene Systeme verlagert, inklusive Planungen sind es 93 Prozent. 86 Prozent rechnen mit wachsenden KI-Budgets. Als Gründe gelten schwer kalkulierbare Cloud-Kosten, kurze Antwortzeiten und regulatorische Vorgaben. Der deutsche Speicherhersteller FAST LTA wirbt passend dazu für lokal betriebene KI-Assistenten, die an Microsoft 365, SharePoint oder Fileserver angebunden werden.